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Zimmererhandwerk zum Anfassen
Ein Highlight des Standes war der Bau einer Getränkekiste aus vorgefertigten Holzteilen. Mit Akkuschrauber und Anleitung durch Zimmerergesellen und Meister entstand Schritt für Schritt ein praktisches Tragl zum Mitnehmen. Auch der stellvertretende Obermeister Korbinian Bscheider (Bildmitte) leistete Unterstützung.
Quelle: Nicolas Martin-Beaumont
Mit viel Action, guter Stimmung und echtem Handwerk präsentierte sich die Zimmererinnung Miesbach/Bad Tölz-Wolfratshausen Anfang Mai auf der Ausbildungsmesse in Bad Tölz. Der große Messestand im Freigelände direkt am Eingangsbereich des Eisstadions zog an beiden Messetagen zahlreiche interessierte Jugendliche und Eltern an.
Unter dem Motto „Zimmerer-Challenge“ konnten die Schülerinnen und Schüler das Zimmererhandwerk selbst ausprobieren und ihr Geschick testen. Beim Nageln und Hämmern am Holzbalken waren Genauigkeit und Kraft gefragt. Besonders beliebt war auch der Aufbau einer Leonardo-Brücke, über die anschließend balanciert werden durfte. Für Begeisterung sorgte außerdem der Klassiker „Hau den Lukas“, bei dem die Jugendlichen ihre Schlagkraft unter Beweis stellen konnten.
Ein weiteres Highlight war der Bau einer Getränkekiste aus vorgefertigten Holzteilen. Mit Akkuschrauber und Anleitung durch Zimmerergesellen und Meister entstand Schritt für Schritt ein praktisches Tragl zum Mitnehmen. Dieser wurde anschließend mit Informationen rund um die Ausbildung im Zimmererhandwerk sowie kleinen Geschenken wie Meterstäben, Tassen, Bleistiften und einem „Zimmerer-Zaubertrank“, besser bekannt als Spezi, gefüllt.
Der Messauftritt sollte möglichst viele junge Menschen für den Ausbildungsberuf Zimmerer zu begeistern und ihnen das vielseitige Handwerk auf praktische und persönliche Weise näherzubringen. Am Stand informierten die beteiligten Betriebe über den Ablauf der Ausbildung, die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten sowie offene Ausbildungsplätze. Gleichzeitig konnten direkt Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben geknüpft werden.
Die Resonanz auf die Aktionen war durchweg positiv. Bereits am Donnerstagabend nutzten trotz schlechtem Wetter einige Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern die Gelegenheit, sich über die Ausbildung zu informieren. Am Freitag besuchten zahlreiche Schulklassen die Messe.
In vielen persönlichen Gesprächen gaben die teilnehmenden Gesellen und Meister spannende Einblicke in ihren Berufsalltag und informierten über die vielseitigen Möglichkeiten im Zimmererhandwerk. Mit dabei waren die Zimmereien Bammer, Melf, Schuller, Rieger, Bscheider, Schwarzenberger und Schaich.
Die Ausbildungsmesse zeigte einmal mehr: Das Zimmererhandwerk begeistert, besonders dann, wenn man es selbst erleben und ausprobieren kann.